Coreby OffGROUND

Rechtliches

Auftragsverarbeitungsvertrag für Core (AVV)

nach Art. 28 DSGVO

Version 1.0 · Stand: Oktober 2026

Rechtlich verbindlich ist allein dieser deutsche Text. Die englische Fassung ist eine Übersetzung zum besseren Verständnis.

Auftraggeber (Verantwortlicher): der Kunde, wie bei der Anmeldung zu Core angegeben ("Kunde").

Auftragnehmer (Auftragsverarbeiter): OFFGROUND, Inh. Danijel Radulovic, Sallerweg 22, 81476 München ("OFFGROUND").

Kontakt für Datenschutz bei OFFGROUND: info@offground.solutions

1 Gegenstand und Dauer

1.1 OFFGROUND stellt dem Kunden Core als gehostete Software bereit (Nutzungsvertrag, "Hauptvertrag"). Dabei verarbeitet OFFGROUND personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden. Dieser Vertrag regelt die Rechte und Pflichten dazu.

1.2 Der Vertrag gilt, soweit der Kunde für die Daten in seiner Core-Installation Verantwortlicher im Sinne der DSGVO ist. Er beginnt mit der Annahme bei der Anmeldung und endet, wenn OFFGROUND alle Daten nach Abschnitt 11 gelöscht hat. Das ist in der Regel 90 Tage nach dem Ende des Hauptvertrags.

2 Art und Zweck der Verarbeitung

OFFGROUND hostet und betreibt die Core-Installation des Kunden. Dazu gehören Speichern, Abrufen und Übermitteln der Daten an die vom Kunden eingerichteten Nutzer und Gäste (Kundenportal, Buchungsseiten, Chat, Videoanrufe, E-Mail-Versand), Sicherung und Wiederherstellung, Suche, Wartung, Updates und Support nach Weisung des Kunden. Auf Wunsch des Kunden erzeugt Core Transkripte und Gesprächsnotizen von Anrufen. Die Transkription läuft in der Installation selbst und überträgt keine Audiodaten an Dritte.

3 Datenarten und Betroffene

3.1 Datenarten: Kontaktdaten (Name, Anschrift, E-Mail, Telefon, Position, Firma), Vertrags-, Projekt- und Aufgabendaten, Kommunikationsdaten (Chat, Kommentare, E-Mails, Kalendereinträge), Buchungsdaten, Zeit- und Personaldaten der Mitarbeiter (Arbeitszeiten, Abwesenheiten, Stundensätze), Rechnungs- und Zahlungsdaten, Nutzungs- und Protokolldaten (Anmeldungen, IP-Adresse, Gerät und Browser, Aktivitätsprotokoll), Anrufdaten sowie, wenn der Kunde es einschaltet und die Teilnehmer einwilligen, Aufnahmen und Transkripte.

3.2 Betroffene: Mitarbeiter, Partner und andere Nutzer des Kunden, Kunden und Interessenten des Kunden und deren Ansprechpartner, Gäste in Chats, Terminen und Anrufen, Personen, die über Buchungsseiten Termine buchen, Lieferanten und Dienstleister des Kunden.

3.3 OFFGROUND verarbeitet Daten besonderer Kategorien (Art. 9 DSGVO) nicht gezielt. Trägt der Kunde solche Daten ein, verantwortet er die Rechtsgrundlage und die Angemessenheit der Schutzmaßnahmen.

4 Weisungen

4.1 OFFGROUND verarbeitet die Daten nur auf dokumentierte Weisung des Kunden. Weisungen sind dieser Vertrag, die Nutzung der Funktionen von Core durch die Nutzer des Kunden und Einzelweisungen der Admins in Textform. Weisungsberechtigt sind die Admin-Konten des Kunden.

4.2 Hält OFFGROUND eine Weisung für rechtswidrig, weist es den Kunden unverzüglich darauf hin und darf die Ausführung aussetzen, bis der Kunde sie bestätigt oder ändert.

4.3 OFFGROUND nutzt die Daten nicht für eigene Zwecke. Ist OFFGROUND nach dem Recht der Union oder eines Mitgliedstaats zu einer Verarbeitung verpflichtet, teilt es das dem Kunden vorher mit, soweit das Recht es nicht verbietet.

5 Pflichten des Kunden

Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung verantwortlich, insbesondere für Rechtsgrundlagen, Einwilligungen (etwa für Anrufaufnahmen), Informationen an Betroffene und rechtmäßige Weisungen. Er führt sein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und erfüllt die Meldepflichten gegenüber Aufsichtsbehörden und Betroffenen (Art. 33, 34 DSGVO).

6 Vertraulichkeit

OFFGROUND verpflichtet alle Personen, die Zugang zu den Daten haben können, auf Vertraulichkeit und Datenschutz. Die Verpflichtung gilt über das Ende ihrer Tätigkeit hinaus. Für Kunden, die Berufsgeheimnisträger sind, bietet OFFGROUND zusätzlich die Verpflichtung nach § 203 StGB an.

7 Sicherheit der Verarbeitung

OFFGROUND trifft die technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO, die in Anlage 1 beschrieben sind. OFFGROUND darf sie weiterentwickeln, solange das Schutzniveau nicht sinkt, und dokumentiert wesentliche Änderungen.

8 Zugriff durch den Support

8.1 OFFGROUND meldet sich in der Core-Anwendung des Kunden nur mit einem Support-Code an, den ein Admin des Kunden erstellt. Der Code gilt 24 Stunden und kann vom Kunden jederzeit widerrufen werden. Die Erstellung des Codes ist eine Weisung des Kunden.

8.2 OFFGROUND arbeitet dabei als eigene Support-Identität, nie als Nutzer des Kunden. Finanzdaten sind ausgeblendet, solange der Kunde sie nicht freigibt. Exporte, Änderungen an Nutzern und Berechtigungen und das Löschen von Daten sind in einer Sitzung gesperrt. Jede Handlung und jede Sperre wird im Aktivitätsprotokoll des Kunden festgehalten und ist für den Kunden sichtbar.

8.3 Der automatisierte technische Betrieb der Server (Updates, Sicherungen, Überwachung) bleibt davon unberührt. Er liest keine Inhalte.

8a Import von E-Mails über das zentrale Postfach

8a.1 Schaltet ein Admin des Kunden den E-Mail-Import ein, erhält der Kunde eine eigene Importadresse. Sie ist eine Plus-Adresse des zentralen Postfachs von OFFGROUND (core-in@offground.biz), das bei webgo gehostet wird. E-Mails, die der Kunde oder seine Nutzer an diese Adresse senden oder weiterleiten, laufen daher zuerst durch dieses Postfach. Sie enthalten möglicherweise personenbezogene Daten von Kontakten des Kunden. Das Einschalten und die Nutzung der Importadresse sind Weisungen des Kunden.

8a.2 Ein Sortierdienst auf dem Server von OFFGROUND ruft das Postfach jede Minute ab. Er prüft jede E-Mail mit einem selbst betriebenen Virenscanner (ClamAV) und einer Sperrliste (zum Beispiel ausführbare Dateien, Skripte, Office-Dateien mit Makros, Verknüpfungen, Datenträgerabbilder, HTML-Anhänge und verschlüsselte Archive, die sich nicht prüfen lassen) und übergibt unbedenkliche E-Mails über eine signierte Verbindung an die Installation des Kunden. Die Prüfung läuft ausschließlich auf dem Server von OFFGROUND. Kein Dritter erhält dafür Zugriff auf den Inhalt. Fällt der Scanner aus, liefert der Sortierdienst nichts aus. Die E-Mails bleiben dann im Postfach.

8a.3 Der Sortierdienst löscht eine E-Mail aus dem zentralen Postfach, sobald er sie bearbeitet hat. E-Mails an unbekannte oder nicht freigeschaltete Importadressen löscht er ohne Inhaltsspeicherung und zählt sie nur. Antwortet die Installation des Kunden nicht, versucht OFFGROUND die Übergabe 72 Stunden lang und löscht die E-Mail danach.

8a.4 Zurückgehaltene E-Mails (Virus, gesperrte Datei, nicht prüfbares Archiv, zu groß) werden nicht übergeben. Die Admins des Kunden werden benachrichtigt. OFFGROUND speichert die Eckdaten (Absender, Betreff, Größe, Grund, Dateinamen, Name der Virensignatur) 30 Tage und die E-Mail selbst 14 Tage auf dem Server von OFFGROUND, in der Regel verschlüsselt. Danach löscht OFFGROUND beides automatisch. OFFGROUND kann eine zurückgehaltene E-Mail auch früher löschen.

8a.5 Zugriff auf zurückgehaltene E-Mails haben nur dazu berechtigte Administratoren von OFFGROUND im Control Center. Sie sehen Eckdaten und die Namen und Typen der Anhänge, nie den Inhalt der E-Mail als Webseite. Sie können eine zurückgehaltene E-Mail an die Installation des Kunden freigeben oder löschen. Die Freigabe einer als Virus erkannten E-Mail verlangt eine gesonderte Bestätigung. Die Admins des Kunden erfahren das Ergebnis. Jeder Zugriff und jede Entscheidung wird im Protokoll von OFFGROUND mit Person und Zeitpunkt festgehalten. Eine E-Mail liest OFFGROUND darüber hinaus nicht.

9 Unterauftragsverarbeiter

9.1 Der Kunde erteilt OFFGROUND die allgemeine Genehmigung, Unterauftragsverarbeiter einzusetzen. Die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses eingesetzten stehen in Anlage 2. Optionale Dienste dort kommen nur zum Einsatz, wenn der Kunde sie aktiviert.

9.2 OFFGROUND verpflichtet jeden Unterauftragsverarbeiter vertraglich auf dieselben Datenschutzpflichten wie in diesem Vertrag (Art. 28 Abs. 4 DSGVO) und haftet gegenüber dem Kunden für dessen Pflichterfüllung.

9.3 Will OFFGROUND einen Unterauftragsverarbeiter hinzuziehen oder ersetzen, teilt es das den Admins mindestens 30 Tage vorher in Textform mit und aktualisiert Anlage 2. Der Kunde kann innerhalb von 14 Tagen aus einem wichtigen datenschutzrechtlichen Grund widersprechen. Können sich die Parteien nicht einigen, darf der Kunde den Hauptvertrag zum Ende des Abrechnungszeitraums außerordentlich kündigen.

10 Übermittlung in Drittländer

Die Installation und ihre Sicherungen liegen in der Europäischen Union. Eine Übermittlung in ein Drittland findet nur statt, soweit Anlage 2 bei einem Unterauftragsverarbeiter oder optionalen Dienst ein Drittland nennt, bei optionalen Diensten nur nach Aktivierung durch den Kunden. Sie erfolgt nur unter den Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO, zum Beispiel mit Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln.

11 Rückgabe und Löschung

11.1 Der Kunde kann seine Daten während der Laufzeit jederzeit exportieren. Nach dem Ende des Hauptvertrags stehen die Daten den Admins weitere 90 Tage zum Export zur Verfügung. Bei Zahlungsausfall zählen die 90 Tage ab der Pausierung. OFFGROUND erinnert 30 und 7 Tage vor der Löschung per E-Mail.

11.2 Danach, oder früher auf ausdrückliche Weisung des Kunden, löscht OFFGROUND die Installation endgültig, mit Datenbank, Dateien, Suchindex, Sicherungen einschließlich der Offsite-Kopie und den Schlüsseln. Auf Wunsch bestätigt OFFGROUND die Löschung in Textform.

11.3 Gesetzliche Aufbewahrungspflichten von OFFGROUND, zum Beispiel für Rechnungen, betreffen OFFGROUND als Verantwortlichen und nicht diese Auftragsdaten.

12 Rechte betroffener Personen

12.1 OFFGROUND unterstützt den Kunden mit geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen bei Anträgen betroffener Personen. Core enthält dafür Funktionen für Export, Berichtigung und Löschung oder Anonymisierung von Konten. Weitere Hilfe leistet OFFGROUND auf Anfrage.

12.2 Wendet sich eine betroffene Person an OFFGROUND, leitet OFFGROUND die Anfrage unverzüglich an den Kunden weiter und beantwortet sie nicht selbst.

12.3 OFFGROUND unterstützt den Kunden außerdem bei der Sicherheit der Verarbeitung, bei Meldungen von Verletzungen und bei Datenschutz-Folgenabschätzungen (Art. 32 bis 36 DSGVO), soweit die Informationen bei OFFGROUND vorliegen.

13 Meldung von Datenschutzverletzungen

13.1 OFFGROUND meldet dem Kunden eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten unverzüglich, spätestens 48 Stunden nach Kenntnis, an die Admin-Adressen in Core.

13.2 Die Meldung enthält, soweit bekannt: Art der Verletzung, betroffene Kategorien und ungefähre Zahl der Personen und Datensätze, wahrscheinliche Folgen, ergriffene und vorgeschlagene Maßnahmen und einen Ansprechpartner. Fehlende Angaben liefert OFFGROUND nach.

13.3 OFFGROUND dokumentiert jede Verletzung mit den Fakten und den Gegenmaßnahmen.

14 Nachweise und Kontrollen

14.1 OFFGROUND weist die Einhaltung dieses Vertrags zuerst durch Dokumente nach: diesen Vertrag, Anlage 1 und 2, Auskünfte auf Anfrage und, soweit vorhanden, Prüfberichte oder Zertifikate.

14.2 Reichen die Dokumente nicht aus, oder verlangt es eine Aufsichtsbehörde oder ein Sicherheitsvorfall, darf der Kunde oder ein von ihm beauftragter, zur Verschwiegenheit verpflichteter Prüfer die Verarbeitung bei OFFGROUND vor Ort prüfen. Der Kunde kündigt das mindestens 30 Tage vorher in Textform an, prüft zu üblichen Geschäftszeiten und ohne den Betrieb unverhältnismäßig zu stören, höchstens einmal in 12 Monaten, außer bei einem Vorfall. Die Prüfung erfasst keine Daten anderer Kunden. Das Rechenzentrum wird über dessen Nachweise geprüft. Den über das Übliche hinausgehenden Aufwand von OFFGROUND vergütet der Kunde angemessen.

15 Haftung

Im Verhältnis der Parteien gelten die Haftungsregeln der AGB, soweit das Gesetz es zulässt. Rechte betroffener Personen nach Art. 82 DSGVO bleiben unberührt.

16 Schlussbestimmungen

16.1 Bei Widersprüchen zu den AGB gehen in Fragen des Datenschutzes dieser Vertrag und seine Anlagen vor.

16.2 Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform, auch in elektronischer Form (Art. 28 Abs. 9 DSGVO). Anlage 2 ändert OFFGROUND nach Abschnitt 9.3.

16.3 Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist München, soweit das Gesetz es zulässt.

16.4 Ist eine Bestimmung unwirksam, bleibt der Rest wirksam.

16.5 Maßgeblich ist die deutsche Fassung.

Der Kunde nimmt diesen Vertrag bei der Anmeldung durch Anklicken an. OFFGROUND speichert Zeitpunkt und Version. Wer lieber unterschreibt, nutzt das Feld unten.

Ort, Datum, Unterschrift Kunde: ____________________

Ort, Datum, Unterschrift OFFGROUND: ____________________


Anlage 1: Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)

Diese Maßnahmen beschreiben den Betrieb von Kunden-Installationen von Core. Stand: Oktober 2026.

1 Vertraulichkeit

Zutritt. Die Server stehen in einem Rechenzentrum der Contabo GmbH in der Europäischen Union. Die physische Zutrittskontrolle liegt dort. OFFGROUND betreibt keine eigenen Serverräume.

Zugang zu den Systemen.

  • Jede Person meldet sich mit einem persönlichen Konto an. Passwörter werden nur als bcrypt-Hash gespeichert.
  • Wiederholte Fehlversuche sperren die Anmeldung zeitweise (5 Fehlversuche in 15 Minuten sperren die Adresse für 15 Minuten). Unbekannte Adressen erhalten dieselbe Antwort in derselben Zeit wie falsche Passwörter.
  • Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (TOTP) ist für alle Mitarbeiterkonten verpflichtend und wird vom Server erzwungen. Eine Anmeldung über Google zählt dort, wo sie aktiviert ist, als zweiter Faktor.
  • Sitzungen sind begrenzt (Standard: 14 Tage) und enden nach 24 Stunden ohne Aktivität (Standard, vom Admin einstellbar). Sie enden außerdem bei Passwortänderung und -reset, Rollenwechsel und Archivierung des Kontos. Admins können Konten überall abmelden.
  • Links zum Zurücksetzen von Passwörtern gelten einmal und befristet und werden nur als Hash gespeichert.
  • Die Server werden nur über verschlüsselte SSH-Verbindungen mit Schlüssel verwaltet. Root-Rechte erfordern eine zusätzliche Passwortabfrage.

Zugriff auf Daten.

  • Ein Berechtigungsraster mit Kontoarten (Admin, Projektleitung, Vertrieb, Mitarbeiter, Partner, frei definierbare Arten) legt fest, wer was sieht und ändert. Der Server prüft jede Anfrage für den einzelnen Datensatz. Ein ausgeblendeter Knopf ersetzt keine Berechtigung.
  • Finanzdaten sehen nur Admins und Projektleitungen. Kunden im Portal sehen nur freigegebene Inhalte.
  • Automatisierte Tests prüfen jede Schnittstelle gegen jede Kontoart.
  • Öffentliche Links (Angebot, Vertrag, Portal, Buchung) sind zufällige, nicht erratbare Token. Signier- und Prüflinks verfallen (Standard: 14 Tage). Abrufe sind mengenmäßig begrenzt.
  • Der Support kommt nur über den Support-Code in die Anwendung (Abschnitt 8 des AVV).

Trennung. Jeder Kunde hat eine eigene Installation: eigene Container, eigene Datenbank mit eingeschalteter Authentifizierung, eigene Suchinstanz, eigene Datenspeicher, eigene Schlüssel (Sitzungsschlüssel, Datenbankpasswörter, Schlüssel für Anrufe) und einen eigenen Schlüssel für die Sicherungen. Die Netzwerke einer Installation erreichen keine andere Installation.

Verschlüsselung.

  • Alle Verbindungen zur Installation laufen über TLS (HTTPS). Die Zertifikate werden je Adresse automatisch ausgestellt und erneuert.
  • Die Medienströme der Anrufe sind verschlüsselt (WebRTC). Sie laufen über den Medienserver von OFFGROUND mit eigenem Schlüssel je Installation. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung besteht nicht.
  • Passwörter (bcrypt), Links zum Zurücksetzen von Passwörtern, Gerätetoken und Tokens eingehender Webhooks werden nur als Hash gespeichert. Die Sicherungen sind mit einem eigenen Schlüssel je Installation verschlüsselt. Geheimnisse liegen nur in geschützten Konfigurationsdateien (Berechtigung 600), nie im Quellcode, in Protokollen oder im Browser-Code.

Datenminimierung. Der Suchindex enthält nur Titel, Namen und Nummern, nie Passwörter, Zahlungsdaten, Gehälter, Notizen, E-Mail-Texte oder Chats. Er folgt Löschungen sofort. Die Suchsoftware sendet keine Nutzungsdaten an den Hersteller.

2 Integrität

Weitergabe. Die Verbindung zwischen einer Installation und der Verwaltung von OFFGROUND ist signiert (HMAC mit Zeitstempel und einmaliger Nonce, Toleranz 5 Minuten). Sitzungstoken stehen nie in Adressen. Ausgehende Webhooks gehen nur an öffentliche Adressen und sind signiert, wenn der Kunde ein Geheimnis setzt. Exporte sind nur Admins möglich und werden protokolliert.

Eingabe und Änderung.

  • Das Aktivitätsprotokoll hält fest: Anmeldungen und Fehlversuche, Rechte- und Rollenänderungen, Löschungen, Geldvorgänge, Exporte, Zugriffe von Admins auf fremde Datensätze und Änderungen an Integrationsschlüsseln. Es lässt sich über keine Schnittstelle ändern oder löschen. Standard-Aufbewahrung: 2 Jahre, einstellbar.
  • Bei Rechnungen, Angeboten und anderen Datensätzen hält die Änderungshistorie frühere Werte fest.
  • Eingaben werden streng geprüft, Ausgaben maskiert, eingebettetes HTML bereinigt.

Technische Protokolle. Anwendungs- und Webserver-Protokolle dienen Betrieb, Fehlersuche und Sicherheit. Sie enthalten keine Passwörter und keine Nachrichten- oder Dokumentinhalte. Sie enthalten technische Angaben wie IP-Adresse, Zeitpunkt und aufgerufene Adresse, bei öffentlichen Links deren Token und beim E-Mail-Versand Empfängeradresse und Betreff. Sie werden nach 30 Tagen gelöscht.

3 Verfügbarkeit und Belastbarkeit

  • Sicherungen: nächtlich je Installation, Datenbank und Dateien, 14 Nächte aufbewahrt, verschlüsselt mit dem Schlüssel der Installation. Dazu kommt eine verschlüsselte Offsite-Kopie auf einem zweiten, getrennten Server der Contabo GmbH in der EU; die Kopie wird bei der Löschung einer Installation mit gelöscht. Die Wiederherstellung aus einer Sicherung ist dokumentiert und getestet.
  • Betrieb: Container starten nach Störungen neu und melden ihren Gesundheitszustand. Jeder Container hat Grenzen für Speicher, CPU und Prozesse, damit eine Installation keine andere beeinträchtigt. CPU, Arbeitsspeicher, Datenträger und Last des Servers werden gemessen und mit Schwellenwerten überwacht.
  • Updates laufen je Installation kontrolliert, mit Sicherung vorher und Rückfallmöglichkeit.
  • Abhängigkeiten sind auf feste Versionen und Prüfsummen festgelegt und werden vor Updates auf bekannte Schwachstellen geprüft.

4 Netzwerk und Systeme

  • Von außen erreichbar ist nur der gemeinsame Webserver (HTTP und HTTPS). Datenbank, Suche und Backend einer Installation veröffentlichen keine Ports. Das Datennetz einer Installation ist intern und von außen nicht erreichbar.
  • Regeln der Server-Firewall verhindern, dass Container einer Installation den Server oder andere private Netze erreichen. Dazu begrenzt die Firewall des Hosting-Anbieters den eingehenden Verkehr.
  • Container laufen mit entzogenen Linux-Fähigkeiten (nur die nötigsten bleiben), ohne Rechteausweitung und, soweit die Anwendung es zulässt, ohne Administratorrechte und mit schreibgeschütztem Dateisystem.
  • Brute-Force-Schutz und Mengenbegrenzung gelten für Anmeldung und öffentliche Seiten.

5 Auftragskontrolle und Organisation

  • Weisungen und Unterauftragsverarbeiter sind vertraglich geregelt. Alle Personen mit Zugang sind auf Vertraulichkeit verpflichtet und erhalten nur die Rechte, die sie brauchen.
  • Entwicklungs- und Testsysteme verwenden nur Testdaten. Kundendaten, Zugangsdaten und Geheimnisse gehen nicht an Entwicklungswerkzeuge Dritter.
  • Änderungen an Core werden versioniert, nachvollziehbar eingespielt und automatisiert getestet.
  • Sicherheitsvorfälle laufen nach einem festen Ablauf: erkennen, bewerten, eindämmen, beheben, den Kunden unverzüglich und spätestens binnen 48 Stunden informieren, dokumentieren und auswerten.
  • Löschläufe nach Vertragsende werden protokolliert.
  • OFFGROUND richtet Entwicklung und Betrieb an den Anforderungen von SOC 2 und ISO 27001 aus. Eine Zertifizierung liegt derzeit nicht vor.
  • Die Maßnahmen werden mindestens einmal jährlich und bei wesentlichen Änderungen überprüft.

Anlage 2: Unterauftragsverarbeiter

Stand: Oktober 2026. Garantien nach Art. 44 ff. DSGVO legt OFFGROUND zu jedem Eintrag in der Vertragsakte ab.

Teil A: Immer im Einsatz

NameZweck und DatenOrtGarantie
Contabo GmbHHosting des Servers, auf dem die Installation läuft (Datenbank, Dateien, Sicherungen, Anrufe)in der EU (Rechenzentren der Contabo GmbH, Deutschland/EU)Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, Verarbeitung in der EU
webgo GmbHHosting des zentralen Postfachs für den E-Mail-Import (core-in@offground.biz): die importierten E-Mails (Absender, Empfänger, Betreff, Inhalt und Anhänge), bis der Sortierdienst von OFFGROUND sie abgerufen und gelöscht hatDeutschlandAuftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, Verarbeitung in Deutschland
webgo (webgo GmbH)Versand der System-E-Mails (Einladungen, Passwort-Links, Benachrichtigungen, Rechnungs- und Angebotsmails): Empfängeradresse, Name, Inhalt und Anhänge der versendeten E-MailsDeutschlandAuftragsverarbeitungsvertrag
Contabo GmbH (zweiter, getrennter Server)verschlüsselte Offsite-Kopie der nächtlichen Sicherungen: nur verschlüsselte Dateien, die Schlüssel der Installationen liegen getrennt davon in einem eigenen, zusätzlich verschlüsselten Bereichin der EU (Rechenzentren der Contabo GmbH, Deutschland/EU)Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO, Verschlüsselung vor dem Verlassen des Servers

Teil B: Optional, nur wenn der Kunde sie aktiviert

OFFGROUND stellt diese Dienste für die Installation nur bereit, wenn es sie anbietet und ein Admin des Kunden sie einschaltet oder ein Nutzer sein Konto verbindet.

NameZweck und DatenOrtGarantie
Google Ireland Limited, Google LLCAnmeldung mit Google, Google Kalender (Termine lesen und schreiben), Gmail (E-Mails importieren und senden), Google Meet (Meeting-Links): Name, E-Mail-Adresse, Kalendereinträge, vom Nutzer gewählte E-MailsEU, USAVertragsbedingungen des Kunden mit Google, Standardvertragsklauseln oder Angemessenheitsbeschluss
Microsoft Ireland Operations Limited, Microsoft CorporationAnmeldung mit Microsoft, Outlook-Kalender (Termine lesen und schreiben): Name, E-Mail-Adresse, KalendereinträgeEU, USAVertragsbedingungen des Kunden mit Microsoft, Standardvertragsklauseln oder Angemessenheitsbeschluss
Giphy, Inc.GIF-Suche im Chat: Suchbegriff und Adresse des Servers, beim Anzeigen der GIFs die IP-Adresse des NutzersUSAStandardvertragsklauseln
Google LLC (Places)Adressvorschläge im Feld für den Treffpunkt: eingegebener Adressanfang (ab 3 Zeichen)USA, EUStandardvertragsklauseln oder Angemessenheitsbeschluss
Push-Dienste der Browser-Hersteller, zum Beispiel Google, Mozilla, Apple, MicrosoftBrowser-Benachrichtigungen: Endpunktadresse des Geräts und der verschlüsselte Inhaltje nach BrowserDer Inhalt ist nach dem Web-Push-Standard (RFC 8291) verschlüsselt und für den Push-Dienst nicht lesbar

Hinweise

  • Keine Unterauftragsverarbeiter sind: Stripe (Abrechnung des Abonnements; Stripe erhält nur Vertrags- und Zahlungsdaten des Kunden selbst, keine Inhalte der Installation, und OFFGROUND ist dafür selbst verantwortlich, siehe Datenschutzerklärung), webgo für Domain und DNS (keine Inhalte; das Postfach für den E-Mail-Import führt Teil A auf), die Anruf- und Transkriptionssoftware (laufen auf dem Server von OFFGROUND) und der Abruf von Wechselkursen (ohne personenbezogene Daten).
  • Vom Kunden eingerichtete Webhooks gehen an Empfänger, die der Kunde selbst bestimmt. Sie sind keine Unterauftragsverarbeiter von OFFGROUND.